Am 1. Januar 1924 gründete Gustav Kracht mit einer kleinen Mannschaft die Credo-Stahlwarenfabrik in Solingen. Eine mutige Entscheidung: Es war die Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Trotzdem gab er seinen sicheren Arbeitsplatz auf und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit.

Gustav Kracht, geb. 28. Februar 1877 in Rehme/Westfalen, war in den Jahren davor eng mit der Solinger Schneidwarenindustrie verbunden. Er war ein Tüftler, experimentierte leidenschaftlich. Noch heute sind in vielen Haushalten Erfindungen von ihm zu finden. Schon 1912 ließ er sich einen Dosenöffner mit Zahnradwiderlager, besser bekannt als Hebeldosenöffner, patentieren. Im Laufe der Jahre reichte er weitere Patente für von ihm entwickelte Hornhauthobel ein.

Während in den ersten Jahren von Credo Nussknacker, andere Haushaltgeräte sowie ein Hornhauthobel gefertigt wurden, spezialisierte sich das stetig expandierende Unternehmen im Laufe der Jahre auf Dosenöffner und weitere Hornhauthobel. Ständige Verbesserungen und neue Modelle sicherten Credo schon damals die Anerkennung der Fachwelt.

Von Anfang an war Sohn Erich Kracht mit im Unternehmen. Gemeinsam führten Vater und Sohn, als Verfechter des Qualitätsgedanken, für Credo-Erzeugnisse so strenge Kontrollen ein, die den Produkten die heutige Bedeutung verleiht.

Im Jahr 1950 trat mit Gert Kracht, dem Enkel des Firmengründers, die dritte Generation in das Unternehmen mit ein. Er modernisierte das Unternehmen und vergrößerte den Kundenstamm, auch auf ausländischen Märkten. 1960 übernahm er die Geschäftsführung.

1970 traten seine Schwester Erika Gilhaus, geb. Kracht, als Kommandistin sowie ihr Mann Heinz Gilhaus als technischer Leiter in den Betrieb ein. Ein Jahr später starb Erich Kracht. Das Unternehmen ging auf seine Kinder Erika und Gert über. Letzterer übernahm die Leitung, bis er aufgrund einer Erkrankung 1990 seine Tochter Gabriele mit ins Unternehmen holte. Seit Gert Krachts Tod im Jahr 1991 leitet die gelernte Industriekauffrau und studierte Wirtschaftswissenschaftlerin die Firma Credo.

Die heutigen Hauptprodukte von Credo sind Hornhauthobel, Hornhautraspel, Pediküre- und Maniküre-Artikel sowie Dosenöffner und Kleinküchengeräte.
Innovative Präzision seit 1924
Geschichte
Produktpalette der 1950er Jahre
Frankfurter Frühjahrs-Messe um 1950
Fabrikgebäude 1949